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1. Stufengespräch


 

Anlass für Gespräche im Rahmen des Stufenplans:

  • Erneute Geschehnisse nach dem Fürsorge- und Klärungsgespräch
  • Ein Verstoß gegen die dienstrechtlichen Verpflichtungen ist sehr wahrscheinlich auf Substanzkonsum oder substanzungebundenes Problemverhalten zurückzuführen

 

Gesprächsführung in der Stufe 1:

Als Gesprächsführer/in führen Sie ein Personalgespräch mit folgendem Inhalt:

  • Benennen Sie die konkreten Fakten (Zeit, Ort, Vorfall, möglicherweise Zeugen)
  • Drücken sie Ihre Besorgnis aus und die Auswirkungen auf das Arbeits- und Leistungsverhalten
  • Weisen Sie unbedingt auf die rechtlichen Vorschriften DGUV Vorschrift 1 (Unfallverhütungsvorschrift – Grundsätze der Prävention) hin:
    § 7 Befähigung für Tätigkeiten
    (2) Der Unternehmer darf Versicherte, die erkennbar nicht in der Lage sind, eine
    Arbeit ohne Gefahr für sich oder andere auszuführen, mit dieser Arbeit nicht
    Beschäftigen.
    §15 Allgemeine Unterstützungspflichten und Verhalten
    (2) Versicherte dürfen sich durch den Konsum von Alkohol, Drogen oder anderen
    berauschenden Mitteln nicht in einen Zustand versetzen, durch den sie sich selbst
    oder andere gefährden können.
    (3) Absatz 2 gilt auch für die Einnahme von Medikamenten
  • Zeigen Sie Ihre Erwartungen an das zukünftige Arbeitsverhalten auf, beschreiben Sie dieses präzise
  • Geben Sie Hinweise auf interne Hilfsangebote (Flyer Sucht, Betriebsärztlicher Dienst, Psychosoziale Beratungsstelle) und nennen Sie externe Anlaufstellen
  • Vereinbaren Sie konkrete weitere Schritte und halten Sie diese schriftlich fest
  • Weisen Sie auf den Stufenplan und das Vorgehen bei weiteren Auffälligkeiten hin und händigen Sie ein Exemplar des Leitfadens an die betroffene Person aus; bei Beamten weisen Sie zudem darauf hin, dass weitere Auffälligkeiten als Dienstvergehen bewertet werden können
  • Vereinbaren Sie ein Rückmeldegespräch in ca. 6-8 Wochen, um der betroffenen Person über die weitere Entwicklung des Verhaltens Rückmeldung zu geben bzw. zu hinterfragen, ob Hilfeangebote angenommen wurden
  • Fertigen Sie eine Gesprächsnotiz an, die Sie der betreffenden Person aushändigen

     

     

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