Stress aus internistisch-kardiologischer Sicht – was ist/bringt die Messung der Herzratenvariabilität?

Herr Dr. med. Leonard Fraunberger
(iQ-MOVE)

Mit der Messung der Herzratenvariabilität können wir das Vegetative Nervensystem mit seinen beiden Anteilen Sympathikus („Stressnerv“) und Parasympathikus („Erholungsnerv“) überprüfen. Vor allem der Parasympathikus mit seinem Hauptnerv, dem Nervus Vagus, kann die Vorgänge im Körperinneren optimal regeln. Ein leistungsfähiger Parasympathikus führt zu einer engen Kopplung von Atmung und Herzfrequenz. Unser Parasympathikus ist empfindlich gegen schädigende Einflüsse. Chronischer Stress, Bewegungsmangel, ein ungünstiger Lebensstil und verschiedene Krankheiten führen zur „parasympathischen Dysfunktion“. Hält diese Fehlfunktion des Parasympathikus länger an leidet die Gesundheit. Es gibt mittlerweile begründete Hinweise, dass eine Schwäche des Parasympathikus in kausaler Verbindung steht mit dem Auftreten von Herz-/Kreislauf-, Krebs- und Demenzerkrankungen.

Im Vortrag wird ausführlich aufgezeigt, wie und was gemessen wird und welche Geräte (z.B. wearables, Handy-Apps, Pulsuhren, etc.) wie verwendet werden können. Bei erhöhten Stressfaktoren werden Möglichkeiten aufgezeigt, die innere Balance wieder herzustellen und den Erholungsnerv (Parasympathikus) zu stärken. V.a. richtig dosierte Bewegung kann hier viel bewirken!