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Aktivität ist gut!


Bild: Colourbox

Heute weiß man, dass Bettruhe für mehr als zwei Tage die schlechteste Behandlungsmethode überhaupt ist. Denn Sie selbst werden insgesamt unbeweglicher. Die Muskeln werden schwach, die Knochen verlieren an Stabilität. Sie verlieren Ihre körperliche Leistungsfähigkeit, werden antriebsarm und bedrückt. In der Folge werden Ihre Schmerzen stärker und es fällt Ihnen immer schwerer, wieder aktiv zu werden.

Selbst wenn Sie starke Rückenschmerzen haben, können Sie aktiv bleiben, ohne Ihren Rücken zu sehr zu belasten, z.B. durch: Gehen, Schwimmen, Radfahren, Tanzen / Yoga / Fitness oder normale Alltagsaktivitäten und Hobbys. Durch die Bewegung werden ihre verkrampften Muskeln und Gelenke wieder gedehnt und beweglicher.

Finden Sie selbst heraus, welche Übungen für Sie und Ihren Rücken die besten sind. Versuchen Sie, die richtige Dosierung für Ihre Bewegungen zu finden: seien Sie einerseits so aktiv, wie es geht, achten Sie andererseits aber auch darauf, dass Sie Ihren Körper und Ihren Rücken nicht überfordern. Schmerzmedikamente und andere Maßnahmen können helfen, den Schmerz zu dämpfen, damit der Start in die Aktivität leichter fällt.

Die Grundregeln sind einfach:

  • Bleiben Sie in Bewegung.
  • Verharren Sie nicht zu lange in einer Position.
  • Machen Sie zwischendurch immer wieder kleine Bewegungen, damit Sie nicht steif und verkrampft werden.
  • Versuchen Sie, sich jeden Tag ein wenig mehr zu bewegen.
  • Vermeiden Sie keine Tätigkeiten vollständig, überlegen Sie sich stattdessen, wie Sie diese anders ausführen können.

Quelle:

Roland, M., Waddell, G., Klaber Moffett, J., Burton, K., Main, C. (2002). The Back Book.  The best way to deal with back pain – get back active (2. Auflage). London. Deutsche Übersetzung durch P. Nilges, DRK-Schmerz-Zentrum Mainz und J. Rosenbrock.