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Fürsorge- und Klärungsgespräch


 

 

Haben Sie als unmittelbare Vorgesetzte/unmittelbarer Vorgesetzter den Eindruck, dass eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter persönliche, gesundheitliche oder soziale Probleme hat, die am Arbeitsplatz sichtbar werden und bei Fortsetzung des Verhaltens die Vernachlässigung arbeitsvertraglicher oder dienstrechtlicher Pflichten zu erwarten sind? Oder haben Sie bereits arbeitsvertragliche oder dienstrechtliche Pflichtverletzungen beobachtet? Dann führen Sie mit der betroffenen Person ein vertrauliches Vieraugengespräch. Die Vertraulichkeit ist für dieses Gespräch unabdingbar.

Im Gespräch bringen Sie ausschließlich die Fürsorge zum Ausdruck und bieten Ihre Unterstützung und Hilfe an. Gegebenenfalls können Sie auf Anlaufstellen  für eine weitere Beratung und Unterstützung verweisen.

 

Anlass für ein Fürsorge- und Klärungsgespräch:

  • Am Arbeitsplatz werden persönliche, soziale oder gesundheitliche Probleme des Betroffenen sichtbar. Setzt die betroffene Person dieses Verhalten fort, wird eine Verletzung der dienstrechtlichen Pflichten als wahrscheinlich angesehen.
  • Führungskraft führt ein Gespräch in einem vertrauten Rahmen, welches sich durch die Bedenken um die weitere Entwicklung begründet
  • Wiederkehrende oder schwere Verletzungen der dienstrechtlichen Verpflichtung liegen vor.
  • Führungskraft ist unsicher, ob die Verletzungen in Verbindung mit Substanzkonsum stehen oder andere Gründe vorliegen
  • Neben der Sorge steht die Erwartung an eine positive Veränderung

 

 

Gesprächsinhalt eines Fürsorge- und Klärungsgesprächs:

  • Sprechen Sie Ihre persönliche Wahrnehmung an, was Ihnen am Arbeitsplatz und an der Person aufgefallen ist
  • Bennen Sie konkrete Beispiele von Auffälligkeiten oder Veränderungen
  • Fragen Sie nach, ob die betroffenen Person Unterstützung wünscht und in welcher Form
  • Bitten Sie sie auch, selbst Lösungsvorschläge zu entwickeln und halten Sie diese als „Ziel“ in ihrem Gesprächsprotokoll fest
  • Geben Sie in jedem Fall (auch bei anderen medizinischen Indikationen) Hinweise auf interne Hilfsangebote (siehe Anlaufstellen)

 

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